Kalenderblatt für den 11. Dezember


Hector Berlioz

Sinfonie Fantastique war sein Meisterwerk. Am 11. Dezember 1803 wurde Hector Berlioz in dem verträumten Städtchen La Côte-Saint-André in Frankreich geboren.

Kalenderblatt Bild11. Dezember – Kalenderkunde
Hector Berlioz, gemalt von Émile Signol

Der junge Hector studierte seinem Arzt-Vater zuliebe Medizin und hoffte, seine Liebe zur Musik damit verbinden zu können. Allerdings brachte ihn eine Zwischenprüfung zur Besinnung und er wechselte endgültig zur Musik. Zuerst als inoffizieller Schüler von Jean-François Lesueur, einige Zeit später als Vollzeitstudent.

Zu dieser Zeit entdeckte man die Stoffe von Shakespeare als wunderschöne Grundlage des romantischen Zeitgeists. Mendelssohn arbeitete an seinem Sommernachtstraum und eine junge Schauspielerin namens Harriet Smithson verdrehte den jungen und alten Kerlen die Köpfe. Berlioz, der zu Extremen in seiner Gefühlswelt neigte, war Hals über Kopf in sie verknallt.

Obgleich er sie nie persönlich gesehen hatte, entschied er sich, die angefangene Symphonie Fantastique zu nutzen um ihr Herz zu gewinnen. Als sie Paris verließ und nach London zurückkehrte, folgte er ihr. Sehr mutige Entscheidung, denn London war für einen jungen, unbekannten Komponisten eine Wahnsinnsherausforderung. Zur Uraufführung kam es nicht in London. und während er weiter komponierte, schlug seine Liebe in Verachtung und Hass um. Letztlich bezeichnete er sie sogar als elende Dirne.

Im Dezember 1830 wurde die Symphonie Fantastique in Paris unaufgeführt. In dieser unglaublich blumigen und romatischen Symphonie schrieb sich Berlioz sein Herzeleid von der Seele.
Der junge Mann aus dem Stück, hochempfindlich, hoch musikalisch, versucht mittels Opium zu sterben. Doch die Dosis reicht nicht und er begibt sich auf eine fantastische Reise in der sich seine Geliebte in eine Melodie verwandelt, die ihn durch alle Teile der Symphonie begleitet.

Musikalisch übrigens ein Traditionsbruch, haben doch im Allgemeinen die einzelnen Teile einer Symphonie ein eigenes Motiv. Aber auch in anderen Dingen ging er neue Wege. Natürlich stieß nicht alles auf Begeisterung. Es gab ernste Kritik aber nun ist die Symphonie Fantastique das Vorzeigestück der Romantik.

Übrigens traf er Miss Smithson 1832 wieder und es kann auch mal schön sein. Sie erkannte in ihm tatsächlich das Genie und ein Jahr später heirateten sie.

Der Rest des Lebens war geprägt von viel musikalischer Arbeit, später Anerkennung und finanziellem Erfolg. Dann gab es noch Frauengeschichten, Scheidung, Neuheirat. In späteren Jahren litt er unter starken Schmerzen bis zum Lebensende. Er verstarb 1869 in Paris und bekam einen opulenten Grabstein.

Es ist nicht nur die eine Symphonie, auch andere Stücke sind wirklich hörenswert. Auch verfasste er die erste umfangreiche Instrumentierungskunde, die z.T. bis heute Gültigkeit hat.

 


 
















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