Kalenderblatt für den 8. Dezember


Lennon

John Winston Lennon wurde am 8. Dezember 1980 in New York von dem geistig gründlich verwirrten Mark David Chapman erschossen. Für diejenigen unter ihnen, die John Lennon nicht kennen: Sie sind nicht von dieser Erde.

Kalenderblatt Bild8. Dezember – Kalenderkunde John Lennon und Yoko Ono, Plakat zur Friedenskampagne 1969

Soviel steht fest. Ich persönlich halte es nicht für möglich, älter als 20 zu sein und nichts von Lennon gehört zu haben. Gut einen Versuch noch. Kennen sie denn die Beatles? Wie? Äh, sie sind nicht einmal aus dieser Galaxis?

Launige Bemerkung meinerseits. Allerdings mit einem klaren Bezug zu Lennon, der 1966 die Behauptung in den Raum stellte, berühmter als Jesus zu sein. Das brachte eine Menge Ärger und Aufruhr, insbesondere in den Staaten, wo er sich gründlichst bei nächster Gelegenheit entschuldigte.

Dennoch ist ein kleiner Funke Wahrheit dran. Die Beatles und auch Lennon alleine haben unglaubliche Bekannt- und Beliebtheit erlangt. Sie begannen 1956 als die Beatles, arbeiteten sich durch Clubs hoch, bis sie mit der Single ‚Love Me Do‘ eine echte Beatlemania auslösten. Das kompositorische Gespann Lennon/McCartney schrieb unglaubliche Hits. Von ihren Wurzeln bei Elvis und Co hoben sie sich in qualitativer als auch poetischer Sicht vollkommen ab. Vom beinharten Musiker bis zum kreischenden Teenie waren so gut wie alle begeistert.

Lennon löste sich von den Beatles nach und nach ab. Noch heute geben Fans Yoko Ono, seiner zweiten Frau, dafür die Schuld. Aber ein skurriler Entwicklungsdrang war wohl eher die Ursache dafür. Lennon hatte schon immer eine Affinität zu sinnerweiternden Erlebnissen, wozu natürlich haufenweise Drogen gehörten. Nicht unbedingt deswegen, vielleicht eher trotzdem hatte er in den Jahren mit Yoko Ono etliche wunderbare Produkte geschaffen.

Mit ‚Imagine‘ und ‚Give Peace A Chance‘ schaffte er der Friedensbewegung geradezu Hymnen. Neben vielen, im Nachherein eher quatschigen Aktionen, gab er Konzerte, Interviews und beteiligte sich an etlichen ideologischen Projekten. Obwohl, vielleicht waren gerade die albernen Dingen für die Publicity notwendig, denn damals grassierte die Angst vor immer schlimmeren Waffen und Kriegen und die Friedensbewegung löste dann doch ein wenig Umdenken aus.

In den letzten Jahren wohnten Lennon und Ono im legendären Dakota Building in New York. Ein ziemlich hübsches und traditionsreiches Apartmenthaus, direkt am Central Park. Dort wurde übrigens ein guter Teil von ‚Rosemarys Baby‘ gedreht. Seitdem bekommt niemand mehr die Genehmigung für Innenaufnahmen. ‚Vanilla Sky‘ mit Herrn Cruise bekam nur die Genehmigung für das Dach.

Dort jedenfalls wartete Mark Chapman am 8. Dezember 1980 auf John Lennon. Zuerst sprach er ihn am Vormittag an aber da Mr. Lennon überaus freundlich zu ihm war, konnte Mr. Chapman nicht bösartig handeln. Jedoch war sein Vorsatz zum Attentat zu fest verankert und so wartete er darauf, dass Lennon am Abend wiederkam. Dann schoss er ihn nieder und ergab sich sofort der Polizei.

Sein Plan, sofern man das so nennen kann, war es wohl, berühmt zu werden. Oder Mr. Lennon als Wurzel seines Übels zu töten. Sie erinnern sich an die Aussage mit der Berühmtheit und Jesus? Mark Chapman wollte Lennon schon bewundern aber diese Bewunderung mutierte zur Besessenheit und Jesus konnte schließlich nicht der Bösewicht sein.

Mr. Chapman hätte locker als psychotisch seine Tage in einer etwas angenehmeren Anstalt verbringen können. Jedoch bestand er selbst auf seine Schuld und sitzt noch heute im Gefängnis irgendwo bei New York. Miss Ono widerspricht noch heute der Begnadigung, da sie ihn für unbedingt gefährlich hält und weiter Angst vor ihm hat.

John Lennon hinterlässt zwei Söhne und Milliarden Liebhaber seiner Musik.

 


 

Der Trailer zum Film „Chapter 27“ von J.P. Schaefer mit Jared Leto und Lindsay Lohan über den Mörder von John Lennon.

 


 
















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