Kalenderblatt für den 1. Dezember


Zugüberfall

Western sind in der Frühzeit des Kino ein sehr erfolgreiches Genre. Am 1. Dezember wurde der erste Western uraufgeführt. Sein Name war ‚Der große Eisenbahnraub‘.

Kalenderblatt Bild1. Dezember – Kalenderkunde
Szenenausschnitt aus ‚Der Grosse Raubüberfall‘

Dieser Film, der im Original ‚The Great Train Robbery‘ heißt, ist lediglich 12 Minuten lang aber da die ganze Sache mit den Filmen neu war, sorgte er für große Emotionen. In 14 einzelnen Szenen wurden so ziemlich alle entscheidenden Filmelemente benutzt, die auch heute noch wichtig sind. Verbrechen, Flucht, Gut gg. Böse, Verfolgungsjagden, Drama, Humor. Okay, es war keine Liebesszene drin.

Die Schlußszene hat im deutschsprachigen Raum Berühmtheit erlangt, da sie auch bei den ‚Western von Gestern‘ im Vor- und Abspann vorkam. Der Chef der Gangster schießt mit seinem Revolver direkt in die Kamera. Angeblich soll das früher beim Publikum oft für hysterische Reaktionen gesorgt haben. Da hätten wir dann auch gleich eine der ersten gelungenen PR-Geschichten des Films.

Der Film war auch finanziell ein ziemlicher Erfolg. Er kostete wenig, da man auf viele Dinge noch keine oder wenig Rücksicht nahm. Beleuchtung nicht, Ton sowieso nicht und die Geschichte war so nah an der Realität, dass man für Kostüm und Requisite keinen Aufwand betreiben musste. Vorbild für die Geschichte war auch ein Überfall von Butch Cassidy, der im Jahr 1900 ähnlich durchgeführt wurde.

Ein schneidiger junger Mann namens Maxwell Aronson spielte gleich drei Rollen in dem Film. Angespornt durch diesen Erfolg wurde er später unter dem Künstlernamen Gilbert M. Anderson der erste Western-Star des Kinos mit der Rolle des Broncho Billy.

Mit diesem Film wurden einige Klischees des Western-Genres erst erschaffen. Als Beispiel gibt es hier das Schießen auf den Boden um das Greenhorn zum Tanzen zu zwingen. Und die Bösen tragen dunkle Hüte. Meistens jedenfalls.

 


 
















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