Kalenderblatt für den 25. November


Republik

Indien wurde am 25 November 1949 von einer Monarchie, wie es von England ehedem gesehen wurde, zu einer Republik. 1947 erlangte das Kaiserreich Indien seine Unabhängigkeit.

Kalenderblatt Bild25. November – Kalenderkunde
Gandhi und Jinnah in Bombay, September 1944

Errungen auf eine unnachahmliche Art, eng verbunden mit den Namen Jawaharlal Nehru und Mahatma Gandhi. Das Land wurde zuerst zur ‚Indischen Union‘. Zeitgleich mit der Unabhängigkeit von Großbritannien wurde der Kontinent in drei Teile gespalten. Dies geschah nach einem englischen Plan und auf mehrheitlichen Wunsch der Moslems. Es entstand das muslimische Pakistan, die Indische Union und Sikkim, einem kleinen buddhistischen Staat, der sich aber 1950 der indischen Union weitestgehend anschloss.

Die vielen kleinen Fürstenstaaten wurden mit der Unabhängigkeit frei. Schließlich hat der riesige Kontinent vor den Engländern aus vielen unabhängigen Königreichen bestanden. Die meisten gruppierten sich in die Indische Union ein und gaben Aufgaben wie Verteidigung und Außenpolitik an diese Regierung ab. Nur Kashmir und Hyderabad wollten unabhängig sein.

Hyderabad schloss sich zur bzw. kurz nach der Republikgründung der Union an. Aber Kashmir blieb problematisch. Seitens der Geschichte war das Land schon immer ein Knotenpunkt. Für Handelskarawanen, politische Strömungen und religiöse Gruppen. Und die Aufteilung in Indien und Pakistan löste einen starken inneren Konflikt aus, der 1949 in einem Krieg mündete. Danach teilte man das Land in zwei Bereiche auf. Jeweils indisch oder pakistanisch verwaltet.

Bedauerlicherweise fielen dieser albernen Aufteilung auch viele kleinere Religionsgruppen quasi zum Opfer. Sikhs z.B. wurden damit irgendwie wurzellos, denn ihre Heimat wurde zerschnitten. Es war danach schwer für sie, ihre Identität zu vertreten. Was in den achtziger Jahren in schlimmen Kämpfen mit der indischen Regierung endete.

So sehr Gandhis kompromisslos friedlicher Weg zur Unabhängigkeit ein großes Vorbild war, so wenig war der indische Kontinent in Gänze dazu bereit. Hindus und Muslime lieferten sich tödliche Kämpfe im Zuge der Landteilung. Abermillionen Menschen mussten ihre Heimat verlassen und viele, viele starben bei blutigsten Kämpfen. Nur Gandhis erneutem Hungerstreik ist eine schnelle Beendigung dieser Kämpfe zu verdanken.

Kurze Zeit später, am 30. Januar 1948 wurde Gandhi von einem Fanatiker ermordet. Er erlebte die Gründung der Republik nicht mehr. Es bleibt auch die Frage ob er diesen Weg weiter mitgegangen wäre, denn er hatte sich stets gegen die Teilung des Landes ausgesprochen.

 


 

Der Trailer zur grandiosen Verfilmung des Lebens von Mahatma Gandhi
















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