Kalenderblatt für den 22. November


Blackbeard

Blackbeard starb am 22. November 1718. Er wurde gefangen und hingerichtet durch den britischen Leutnant Robert Maynard.

Kalenderblatt Bild22. November – Piraten
Capture of the Pirate, Blackbeard, 1718, von Jean Leon Gerome Ferris

Wenn ein Pirat es verstanden hatte, dass Schrecken und Schauergeschichten gute Helfer sind, dann war das Edward Thatch. Laut der Aussage eines seiner Gefangenen war Mr. Thatch ‚ein hochgewachsener schlanker Mann mit einem sehr schwarzen Bart, den er sehr lang wachsen ließ‘.

Sein Leben begann vermutlich in Bristol. Seine Karriere begann als Matrose auf Schiffen, die im spanischen Erbfolgekrieg kämpften. Die Bedeutung dieses Krieges, so weit entfernt von Europa, bezog sich im Grunde auf die Vorherrschaft der Franzosen oder der Engländer auf dem nordamerikanischen Kontinent. Man hatte sich große Streifen Landes entlang der Ostküste gesichert. Im Süden herrschten die Spanier und die Karibik war Schauplatz aller Beteiligten.

Pirat zu sein ist oft nur Ansichtssache. Viele Schiffe besorgten sich in dieser Zeit Kaperbriefe und schworen England Treue. Damit durften sie französische Schiffe nach Herzenslust überfallen. Als jedoch Queen Anne starb und der Krieg 1714 endete, überlegten einige der Kapitäne, einfach weiter zu machen. Das Geschäft war einträglich und man hatte ja Übung. Auf einem dieser Schiffe diente Mr. Thatch unter dem Kapitän Benjamin Hornigold.

1717 erhielt Mr. Thatch sein erstes eigenes Schiff. Schon in den ersten drei Wochen hatten er und seine Crew erstaunliche Erfolge. Sie erbeuteten mindestens 15 Schiffe und er wurde von einem x-beliebigen zu einem ‚echt gefürchteten‘ Pirat. Im November hatten sie noch das Glück, ein schwer bewaffnetes und schnelles Sklavenschiff der Franzosen aufzubringen, das unter dem Namen ‚Queen Annes Revenge‚ sein Flaggschiff wurde.

In dieser Zeit nannte man ihn Blackbeard, was auch damit zu tun hatte, dass er sich langsam brennende Lunten in den Bart flocht und eine Menge Waffen an sich hängte. Für abergläubische Seemänner sicherlich ein teuflischer Anblick. Und genau diese Show, inclusive eigenem Piratenflaggendesign, hatte dafür gesorgt, dass die Piraten sehr selten Gegner töten mussten. Die meisten kleinen Schiffe wurden geentert ohne das auch nur ein Schuss fiel.

Hauptquartiere hatte Blackbeard auf den Bahamas und in der britischen Kolonie Carolina. Charles Eden, der dortige Gouverneur, kaufte ihm Beute ab und gewährte sogar englische Begnadigung. Das schien Blackbeard allerdings zu langweilig und schon Wochen später machte er sich wieder auf Raubzug. Und wurde gefürchteter denn je.

Im Jahre 1718 beschloss der englische Gouverneur von Virginia, Alexander Spotswood, Blackbeard zur Strecke zu bringen. Die Historiker streiten sich heute ein wenig, warum er das hat machen lassen. Die Vermutung liegt nahe, dass er mit seinem Nachbargouverneur, Charles Eden aus Carolina im innerpolitischen Streit lag. Angeblich solle Eden korrupt gewesen sein und an Blackbeards Geschäften ganz gut verdient haben.

Maynard, der britische Leutnant besorgte sich zwei unauffällige Schiffe und füllte das Unterdeck mit Soldaten. Sie provozierten Blackbeard zum Angriff und gaben sich als schwache Beute aus. Als sie geentert wurden, stampfte Maynard mit dem Fuß laut auf und die Soldaten stürmten an Deck.

Laut der Legende starb Blackbeard erst nach zwanzig Säbelhieben und fünf Pistolenschüssen. Sein Kopf wurde abgeschlagen und an einen Ausleger gebunden um ihn zur Schau zu stellen. Sein Körper jedoch warf man über Bord. Dort soll er noch zweimal um das Schiff geschwommen sein.

Anderen Legenden nach schwamm er sogar sieben mal herum.

 


 
















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