Kalenderblatt für den 4. November


Traumdeutung

Sexualität ist nach Siegmund Freud ein, wenn nicht gar das Schlüsselelement des Menschen bzw. seiner Motivation. Am 4. November 1899 erschien sein Buch über die Traumdeutung. Aber es wurde von ihm auf das Jahr 1900 vordatiert.

Kalenderblatt Bild4. November – Sex
Siegmund Freud mit Zigarette. Fotografiert von Max Halberstadt

Dass wir Menschen unsere Träume deuten wollen, ist wahrscheinlich schon seit eh und je so. Und die teils schwammigen, mit Realerlebnissen durchmischten Filmchen in unserem Kopf eignen sich natürlich hervorragend, so einiges da hinein zu deuten.

Es ist heutzutage leicht mit Hilfe der Neurowissenschaften, über Freud zu lachen, sein Bedürfnis, in allem sexuelle Wünsche zu sehen, ist ja auch eine skurrile Nummer. Aber selbst bei Freud gilt ja, dass eine Zigarre manchmal eben nur eine Zigarre ist. Und für die damalige Zeit waren seine Rückschlüsse und Forschungen doch recht fortgeschritten. Die Definition des Unterbewussten als Quelle für symbolhafte Dinge steht im Grunde ja heute noch.

Freud teilte die Psyche in drei Bereiche. Das Es, das Ich und das Über-Ich. Vereinfacht dargestellt gehören zum Es unsere Triebe, das Ich ist unser Tagesbewusstsein, der Bereich in dem wir rationelle Entscheidungen treffen (könnten). Das Über-Ich ist der Bereich aus Regeln, Normen und sittlichen, anerzogenen Bedingungen.

Und wenn wir dann aufwachsen und immer mehr Erziehung unser bis dato zügelloses Es einschirren, unterdrücken wir oft genug Triebe und Wünsche. Nach Freud natürlich hauptsächlich Sauereien. Die Griechen Onan, Ödipus und Elektra spielen da eine entscheidende Rolle. Und mit der Deutung der Träume kann man genau diese verborgenen Wünsche interpretieren.

Heutzutage wird der Bedeutung von Träumen unterschiedliches Gewicht beigemessen. Manche halten es für eine rein mechanische Verarbeitung von Informationsrückständen im Hirn, andere sehen darin einen Mischmasch aus Symbolik des Unterbewussten und rationellem Eingriff des Hirns. Beispielsweise wundert man sich, im Traum nicht laufen zu können, wie durch Sirup zu gehen. Das halbwache Gehirn löst diesen Wunsch aus. Da aber die ‚Traumwelt‘ anderen Gesetzen unterliegt, funktionieren irrationale Dinge dann dafür umso besser. Z.B. rückwärts laufen. Oder Fliegen.

 


 
















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