Kalenderblatt für den 31. Oktober


Halloween

Kürbisse spielen am 31. Oktober eine sehr wichtige Rolle. Es ist u.a. Halloween, Nacht der Geister. Das wahrscheinlich umstrittenste Fest, zumindest wenn es um die Ursprünge geht.

Kalenderblatt Bild31. Oktober – Kalenderkunde
Kürbis Autor: LoKiLeCh -Wikimedia under CC Licence

Zuerst zu den Kürbissen. Dieser Brauch stammt aus Irland. Einer zwielichtigen Gestalt namens Jack Oldfield gelang es, den Teufel zu fangen. Freigelassen wurde er nur unter dem Versprechen, dass letzterer Jack nie wieder in die Quere kommt.
Nach seinem Tod war Jack in einer Zwickmühle. Als Schurke konnte er nicht in den Himmel, in die Hölle aber natürlich auch nicht. Daher tappte er eine Weile im Dunkeln umher. Man lese und staune, der Teufel erbarmte sich und gab ihm eine ausgehöhlte Rübe mit einem Stück glühender Kohle drin. So konnte er sich zwischen Himmel und Hölle bewegen. Mit einer Jack O’Lantern zwischen Sommer und Winter, zwischen Sonne und Mond.

Aus der Rübe ist aus pragmatischen Gründen ein Kürbis geworden. Und das führt auch zu den verschiedenen Strömungen, aus denen sich das heutige Halloween zusammensetzt. Es wäre zu leicht und auch geschichtlich schwer haltbar, eine direkte Linie von den alten keltischen Bräuchen zum modernen Halloween zu spannen. Bei dieser Betrachtungsweise wird natürlich die christliche Einflussnahme als böse und dumm dargestellt. Jeglicher heidnisch/keltischer Ursprung dagegen ist somit authentischer. Naja.

Natürlich liegen Zusammenhänge zwischen Samhain und Halloween zugrunde. Dazu sind Termin und Art zu ähnlich. Kurz erwähnt, Samhain ist eins der vier großen irisch/keltischen Feste. Es ließ sich nur nie ein konkreter Zusammenhang, bzw. eine Kontinuität im Fest nachweisen.

Es gibt das Fest Beltane, im Prinzip das Gegenstück zu Samhain. Bei Beltane wird die Fruchtbarkeit gefeiert, der Beginn der Sommerhälfte des Jahres. Den Termin mit dem 1. Mai gleichzusetzen entspräche eher nicht dem keltischen Gedankengut. Sinnfälliger wäre es, den Termin an ein natürliches astronomisches Ereignis zu knüpfen, wie z.B. den ersten Vollmond im Stier. Fruchtbarer geht es kaum, astrologisch gesehen.

Und um ein Gegenstück zu suchen, sprich also den Beginn der Winterzeit, empfähle es sich, den ersten Neumond im Skorpion zu erwählen. Der Rückzug alles Lebenden, der Beginn der negativen Hälfte des Jahres. Die Geister werden mit Fratzen und Kostümen in den Untergrund getrieben, der Rückzug der Naturwesen. Zum Winterschlaf in der Erde.

Es ist natürlich einfacher ein fixes Datum wie den 31. Oktober zu nehmen, als eine Variable wie den Neumond. Aber wer es im historischen Kontext feiern möchte, kann am 22. November 2014 um die Mittagszeit die Kürbisfratzen herausholen.

 


 
















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