Kalenderblatt für den 28. Oktober


Der Bär

Der Bär In Moskau wird am 28. Oktober 1888 im Korsch-Theater das Theaterstück ‚Der Bär‘ von Anton Tschechow uraufgeführt. Bei dem Namen Tschechow zucken so einige Mundwinkel nach unten. Russe? Literatur?

Kalenderblatt Bild28. Oktober – Kalenderkunde
Tschechow in Melichowo 1897

Wird mit Sicherheit irgendwie intellektuell sein. Und anstrengend.

Ganz im Gegenteil. ‚Der Bär‘ ist ein sehr komischer Einakter. Okay, vielleicht hilft es Russe zu sein und die Anspielungen auf das Gebaren der beiden Hauptpersonen voll und ganz zu verstehen aber es ist auch so ziemlich albern und es macht wahrscheinlich viel Spass das zu spielen.

Kurz zur Handlung. Ein Gutshof in Russland, irgendwann im 19. Jahrhundert.
Die Witwe Jeléna trägt Schwarz und will daran auch nach einem Jahr nichts ändern. Ein Besucher namens Grigórji Stepánowitsch Smírnow kommt und fordert lautstark alte Schulden ein. Die Frau will ihn vertrösten, er will Geld, beide streiten sich. Der Streit eskaliert so weit auf dass er sie in Rage zum Duell fordert. Ein Unding. Als sie allerdings annimmt und ihn bittet, ihr erst einmal zu zeigen wie diese Pistolen denn funktionieren, beginnt er von ihr ziemlich beeindruckt zu sein. Und mehr noch, er verknallt sich regelrecht in sie. Anscheinend ist sein Benehmen so männlich, dass das Stück mit einem leidenschaftlichen Kuss endet.

‚Ja, ja, gehen Sie! (Ruft sie) Wohin denn? Warten Sie… Übrigens, gehen Sie. Ach,
wie ich böse bin! Nicht näherkommen, nicht näherkommen!‘

Anton Tschechow hat das Stück selbst als Scherz bezeichnet und es seinem Freund und Schauspieler N. N. Solowtzow quasi auf den Leib geschrieben. Es ist davon auszugehen, dass das Publikum dem Stück zugeneigt war, denn Tschechow schrieb recht unpolitisch und menschennah. Er wurde und wird sowohl im literaturliebenden Russland als auch im Rest der Welt sehr gerne gelesen. Und seine Bühnenwerke wie z.B. ‚Die Möwe‘ oder ‚Drei Schwestern‘ gehören soz. zum klassischen Repertoire eines Theaters.

 


 
















Kalenderkun.de

verwendet bewusst keine aufwändigen Techniken. Kein Javascript, keine eigenen Cookies, kein Flash. Lediglich ein wenig php im Hintergrund und handgeschriebenes HTML.

Als einzige Werbung kommen bei den Artikeln Dinge wie Buch- oder Filmempfehlungen vor. Die stehen aber handverlesen in Zusammenhang zum Thema.


All die rechtlichen Dinge


Impressum
Datenschutzerklärung
Kontakt