Kalenderblatt für den 9. Januar


Phantom

Lloyd Webber komponierte das Musical Phantom der Oper. Seit dem 9. Januar 2006 hält es den Rekord, das am meisten gespielte Musical am Broadway zu sein.

Kalenderblatt Bild9. Januar – Kalenderkunde Buchcover von 1921 edition “Le Fantôme de l’Opéra“ by Gaston Leroux

Damit schlug es Cats aus dem Rennen mit bis dahin 7.486 Aufführungen.

Ursprünglich ist das Phantom ein Roman des französischen Schriftstellers Gaston Leroux. Der veröffentlichte ursprünglich die Geschichte in Fortsetzung in einer Zeitung. Später erschien es als Buch in vielen Übersetzungen und wurde mehrfach verfilmt. Den meisten Ruhm bekam es aber wohl durch das Musical.

Die Geschichte ist kompliziert und hat viele Wendungen, wie es einem Fortsetzungsroman entspricht. Die Hauptperson istein maskierter Mann, das Phantom. Ein Mann, der im Gesicht ziemlich entstellt ist. Ihm fehlt wohl die Nase, die Haare bieten sich nur noch büschelweise dar und die Gesichtsfarbe tendiert deutlich ins Ungesunde. Er ist ein Genie, sowohl musikalisch als auch technisch. Und wie es einer Person seines Charakters entspricht, wohnt er in einer der zwei Pariser Opern, der wunderschönen Opéra Garnier.

Wer an der Handlung interessiert ist, dem sei der Roman oder besser noch eine der Verfilmungen empfohlen. In Kürze geschildert, geht es um Liebe, unerwiderte Liebe, Tragik, Traditionen und eine Menge unheimlicher Vorgänge im Opernhaus.

Tatsächlich wurde die Geschichte durch die mysteriösen Katakomben unterhalb der Oper inspiriert. Bei der Aushebung des Fundamentes stieß man 1870 auf einen unterirdischen Nebenarm der Seine. Zugunsten der Standfestigkeit entschied man sich, diese Höhlen zu lassen und das eigentliche Fundament darauf mit einer Menge an Säulen zu errichten. Heute noch ist den Theaterleuten der labyrinthartige Keller mit den Katakomben sehr unheimlich. Dazu kommt noch der unaufgeklärte Unfall von 1896, bei dem der riesige Kronleuchter herunterfiel und das Gegengewicht eine Concierge erschlug. Das ist guter Stoff.

Das Musical wurde am Broadway ab 1988 aufgeführt. Nicht lange danach war klar, welchen bombastischen Erfolg es haben würde und man baute in Hamburg eigens ein großes Theater, die Neue Flora. Dort lief es von 1990 bis 2001. Danach noch ein paar Jahre in Stuttgart und Essen und seit 2013 wieder in Hamburg. Allerdings etwas abgespeckt.

Die Stimmen

Sänger hat es in den vielen Jahren natürlich viele unterschiedliche gegeben. In Deutschland waren die bekanntesten Peter Hoffmann und Anna Maria Kaufmann. und im englischsprachigen sind unweigerlich Michael Crawford und Sarah Brightman zu nennen. Letztere ist schließlich auch eine Weile die Ehefrau von Andrew Lloyd Webber gewesen.

Mr. Webber hat sich also mit seinem Ruhm selbst eingeholt, denn bei der Anzahl an Aufführungen warf er sein eigenes Stück Cats vom Broadway-Thron. Allenthalben gehören seine Musicals zu den schönsten und erfolgreichsten auf der Welt. Einzelne Stücke haben es in die Charts geschafft und viele Lieder sind nahezu Kulturgut geworden. Memories aus Cats oder etwa Don’t Cry for Me Argentina. Dafür hagelte es Auszeichnungen und Ehrungen in rauher Menge. Und wichtiger noch, die Liebe seiner Fans zu der wunderbaren Musik.
















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