Der Maya Kalender


Zu zweifelhafter Berühmtheit gelangen die Maya-Kalender seinerzeit durch ein besonderes Datum. Am 21. 12. 2012 sollte schlimmstenfalls die Welt untergehen. Der Autor dieser Zeilen setzte darauf, den darauffolgenden Tag durchaus zu erleben, zumal er sich noch nie wissentlich gegenüber den Maya was hat zuschulden kommen lassen.

Kalenderblatt BildMaya-Kalender – Kalenderkunde
„Codex Borbonicus, p11 trecena13“ von Unbekannt
Codex Borbonicus. Lizenziert unter Public domain über Wikimedia Commons

Tatsächlich ist sogar das Gegenteil der Fall, denn bisher zeigte er besondere Bewunderung gegenüber der Komplexität der Kalendersysteme der Maya.

Es gibt deren drei. Und im Vergleich zu anderen Kulturen wird wenig Rücksicht auf Sonnen- und Mondlauf genommen. Wobei man nicht glauben soll, dies wäre nicht möglich gewesen, ganz im Gegenteil, alte Aufzeichnungen beweisen das die damaligen Maya beeindruckend hohe astronomische Kenntnisse hatten.

Aber der Reihe nach. Der erste Kalender heisst Tzolkin. Er diente vornehmlich rituellen Zwecken. Die Zahl 13 spielte bei den Maya eine wichtige Rolle, ebenso die Zahl 20. Daher ist dieser Kalender auf eine Anzahl von 13*20 Tagen aufgebaut, wobei die 20 eine Reihe von Gottheiten bzw. Tagesnamen darstellt. Sprich, es gibt z.B. den 9 Edznab. Dieser Kalender hat also eine Dauer von 260 Tagen bevor er sich wiederholt.

Auf etwas irdischere Belange bezieht sich der Haab-Kalender. Hier wird tatsächlich Rücksicht auf das Sonnenjahr genommen, denn er dauert 18 Monate zu je 20 Tagen. Dieser Kalender diente auch hauptsächlich zivilen Zwecken, wie den Ernteterminen und anderen saisonalen Ereignissen. Die Summe der Monate ergibt 360 Tage. Um jetzt das Jahr zu füllen gab es bis zum Jahreswechsel 5 sog. Unglückstage. Aber auf Schaltjahre wurde keine Rücksicht genommen.

Beide Kalender wurden auch kombiniert um eine Zählung über ein Jahr hinaus zu ermöglichen. Das ergab ein eindeutiges Datum, das sich dann nur alle 52 Haab-Jahre wiederholte. Da die Maya in ihren Planungen und Voraussagen deutlich über diese Zeit hinausgingen wurde ein drittes Kalendersystem eingeführt.

Am besten kann man sich diesen wie einen Tacho mit fünf Walzen vorstellen. Aber es ist noch ein wenig komplizierter, denn die einzelnen Walzen haben keine zehn Stellen sondern 19 bzw. einmal 17 Stellen. Damit macht man Angaben wie z.B. 12.7.13.5.16. Solch eine Datumsangabe ist natürlich nichts für den täglichen Bedarf. Aber bei Grundsteinlegungen oder anderen ausserordentlichen Ereignissen wurde das Datum auf diese Weise festgehalten. Kompliziert aber durchaus effektiv. Und von einer eigenen Ästhetik.

Der 21.12.2012 oder 13.0.0.0.0

Was aber machte dann den (nicht erfolgten) Weltuntergang aus?
Wenn wir aufgrund von vergleichbaren Datumsangaben in der Geschichte versuchen, den Tag Null in der Zählung zu finden, kommen wir auf den 11. August 3114 v. Chr. Dies Datum ist nicht ganz sicher, laut allgemeiner Meinung könnte es auch 2 Tage später sein. Wenn wir aber jetzt die Tage gleichzeitig hochzählen, ist der 21.12.12 unserer Rechnung der 13.0.0.0.0 im Langzeit-Kalender der Maya. Beides in Sachen Zahlenspielerei ein hübsches Datum und da die Maya die Zahl 13 hervorheben, auch in dieser Hinsicht von Besonderheit. Voraussagen, das die Welt dann endet, gibt es nicht. Jedenfalls nicht von den Maya. Aber es gibt Voraussagen von ihnen weit über den 21.12.12. hinaus. Daher hat sich der Autor auch 2013 zu Recht Sorgen um seinen Autokredit gemacht.










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